Zeichen setzen gegen Plastikmüll

Erste Zertifikate für sparsamen Umgang mit Plastik überreicht

Hitzacker/Elbe. Es ist der erste Höhepunkt des Projekts „Plastik Hitzacker setzt Zeichen“. Während eines öffentlichen Frühstücks am letzten Samstag im November wurden die ersten fünf Privathaushalte aus Hitzacker für den sparsamen Umgang mit Plastik ausgezeichnet. Franziska Steinhoff, die Leiterin des Projekts, überreichte im Beisein von Bürgermeister Holger Mertins die Urkunden.

Einwegartikel und andere umweltschädliche Verpackungsmaterialien einzusparen, ist gar nicht so einfach. Viele Lebensmittel und Haushaltswaren werden nur verpackt angeboten. Da heißt es schon, den Supermarkt zu durchsuchen, um unverpackte Produkte zu finden. Oder auch mal ganz auf ein Produkt zu verzichten. „Aber es geht“, weiß Franziska Steinhoff, die selbst seit mehreren Monaten ihr Konsumverhalten umgestellt hat und mit eigenen Netzen und Dosen zum Einkaufen geht.

Natürlich nicht zu 100 Prozent. Völlig auf Plastik zu verzichten, ist unmöglich. Das wissen auch die Mitstreiterinnen und Mitstreiter des Projekts. Aber sie sind davon überzeugt, dass jede und jeder einen Beitrag zum Abbau von Plastikmüll leisten kann. Dazu wollen sie mit ihrer Initiative, die vom Verein „Gemeinsam für Hitzacker“ getragen und von der Europäischen Union gefördert wird, beitragen.

Der große Zuspruch, den die Initiative bekommt, stimmt optimistisch. Inzwischen haben sich nicht nur rund weitere 20 Privathaushalte für ein Plastikfrei-Zertifikat angemeldet, sondern auch einige Geschäftsleute, unter anderem die Kurapotheke in Hitzacker. Ab Januar 2020 wird es dort nur noch Hautpflege- und Sonnenschutzprodukte ohne Mikroplastik geben.